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Das Erleben von Unwillentlichkeit in Hypnose

Das Phänomen der erlebten Unwillentlichkeit trat schon zu Zeiten des Mesmerismus und der frühen klassischen Hypnose auf: Nur in Hypnose kann sich die gelähmte Patientin bewegen; wenn sie es im bewussten Zustand will, gelingt es nicht. (Der berühmte Neurologe Jean-Martin Charcot mit der „reine hystérique“ Blanche Wittman auf dem Gemälde von A. Brouillet, 1887.)

 

Hypnotische Probanden/Patienten berichten oft, dass sie ihre Erfahrungen in Hypnose (Körperbewegungen, innere Bilder, Erinnerungen bis hin zu Emotionen) nicht durch den eigenen Willen gesteuert erleben, sondern diese Erfahrungen „wie von alleine“ kämen. Dies kann in der Hypnotherapie genutzt werden: Patienten erleben sich ihren Problemen (z.B. Sucht) oft ohnmächtig gegenüber, weil sie nicht über die Stärken und Fähigkeiten zu verfügen scheinen, um die Probleme „selbst“ bewältigen zu können. In Hypnose bemüht sich der Therapeut, den Patienten (etwa mit indirekten Suggestionen) an die Erfahrung von sogenannten Ressourcen (Lebensmut, Selbstwert, Sicherheit etc.) heranzuführen, ohne dass der Patient den Eindruck hat, das „selbst“ machen zu müssen, was er schon so oft erfolglos versucht hat (z.B. auf ein Suchtmittel nicht zu reagieren). Daß die Unterscheidung zwischen „selbst bewältigen“ und einem suggestiv vermittelten „wie von alleine“ auch auf hirnphysiologischem Niveau Sinn macht, zeigt die folgende Studie.

In der Studie von Cojan et al. (2009) von der Universität Genf sollten Probanden im Rahmen einer sogenannten „go – nogo“-Reaktionsaufgabe mit der linken bzw. der rechten Hand auf ein Signal möglichst schnell auf einen Reaktionsknopf drücken („go“) oder dies unterlassen („nogo“). Die hirnphysiologischen Reaktionen wurden dabei mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) erhoben. Dabei zeigt sich, dass die Hemmung der Fingerbewegung („nogo“) durch hypnotische Suggestion über andere Hirnmechanismen vermittelt wird als bei simulierter Hypnose bzw. Hemmung der Fingerbewegung im Wachzustand. In der Hypnose spielt dabei der Precuneus eine wichtige Rolle. Dies ist eine Hirnstruktur, die in Zusammenhang mit Bewusstseinsveränderungen, imaginativen Prozessen und dem Erleben des eigenen „Selbst“ steht. Sie scheint zu den hirnphysiologischen Mechanismen zu gehören, die an der subjektiven Erfahrung der hypnotischen Unwillentlichkeit beteiligt sind.

 

Literatur

Cojan, Y., Waber, L., Schwartz, S., Rossier, L., Forster, A. & Vuilleumier, P. (2009). The brain under self-control: Modulation of inhibitory and monitoring cortical networks during hypnotic paralysis. Neuron, 62, 862-875.

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